Als ich das Leben volley nahm….

Blitz und Donner, volley und der goldene Schuss. Ich saß am Schreibtisch als dieser Blitz einschlug. Ich konnte ihn sehen, durch die Schlitze meiner Jalousie. Ich könnte ihn spüren, bis ins Mark. Ich konnte ihn hören, wie er da so auf den Boden traf. Blitz und Donner waren vereint, in diesem Moment, endlich. Jahrelang waren sie in meinen Gedanken getrennt, Blitz und Donner eben, waren zwei Dinge in meinem Kopf. Dabei gehören sie einfach zusammen und entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn sie sich nah sind. Eigentlich sind sie eins. Als ich das Leben volley nahm blitze und donnerte es manchmal Tage lang, Nächte lang. Es war schaurig schön. Ein Naturschauspiel. Und eine Katastrophe.   Es liegt in der Natur der Katastrophe, dass sie nicht vorhersehbar ist und dass sie somit nicht verhindert werden kann. Und sie kommt plötzlich. Vielleicht sogar in diesem Moment. Sie ist kürzer als der Gedanke und ist länger als eine Geschichte und intensiver, nachhaltiger als es Worte nur beschreiben können. Als ich das Leben volley nahm, war es schon zu spät. Das Leben hatte Fahrt aufgenommen und ich hatte nur noch erwidern müssen. Es war so viel passiert, wie es einem Menschen nur passieren hat können. Alle Taten hatten zu Konsequenzen geführt, alle Sätze zu Geschichten. Bis jetzt hatte ich gesammelt, getragen auf meinen Schultern, gespeichert in meinem Kopf und im Herzen, ja im Herzen hatte ich gefühlt. Und als ich das Leben volley nahm, bildeten diese Einzelheiten diese eine perfekte Vorlage, eine Möglichkeit die ein jeder genutzt hätte. Alle Begebenheiten stimmten, der Wind stand richtig, der Rücken war gerade und die Augen wach. Und doch hatte ich damals niemals wissen können, dass ich gnadenlos verziehen werde. Ich nahm volley und der Schuss ging vorbei. Mein Herz pochte mir unter die Schädeldecke bevor es ganz still wurde. Anschließend schlug es nur zaghaft weiter in der Brust.   Katastrophe. Ausmaß ungewiss. So hätte ich diese Ansammlung von Gedanken und Geschichten auch nennen können. Aber dann hätte ich gewertet und ginge davon aus, dass ich es niemals wieder tun würde. Volley, aus der Luft, direkt nehmen, das würde ich immer wieder tun.   Denn einmal ist er dabei. Der goldene Schuss. Wenn ich das Leben Volley nehme
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